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31.5.2020 : 21:20 : +0200

Unterrichtsfahrt der Mittelschule zur Augsburger Synagoge

Im Rahmen des Faches katholische Religionslehre und der Werteerziehung an unseren Schulen wurde der Besuch der Augsburger Synagoge und des jüdischen Museums umgesetzt. Organisiert und vorbereitet von Lisa Müller, der Religionspädagogin unserer Grundschule und Mittelschule, begaben sich unsere Jugendlichen nach Augsburg, um sich ein umfassendes Bild vom jüdischen Leben in Schwaben, den religiösen Sitten und Gebräuchen des Judentums, aber auch von dem sehr schönen Innenraum der Synagoge mit ihrem riesigen siebenarmigen Leuchter zu machen.

Dabei erfuhr man auch, dass ein Sofer, das ist der Schreiber einer Tora – Rolle, rund ein ganzes Jahr benötigt, um diese von Hand zu schreiben. Sehr erstaunt waren unsere Schülerinnen und Schüler zu hören, dass Schreibfehler nicht einfach korrigiert werden, sondern dass das fehlerhafte Blatt als ein Teil des Wortes Gottes auf dem Friedhof begraben wird. Und auch der Name Gottes darf von einem Sofer nur einmal täglich geschrieben werden, was dann die relativ lange Zeitspanne bis zur Fertigstellung und Beendigung einer Tora – Rolle erklärt.

Die sehr rege Gesprächsbeteiligung unserer jungen Leute während der einzelnen Führungen zeigte das große Interesse, andere Kulturen nicht nur kennen-, sondern auch verstehen und respektieren zu lernen, eine Eigenschaft, die zu fördern ein ganz klares und fächerübergreifendes Lernziel an unserer Schule ist.

Bedanken möchten wir uns bei dieser Gelegenheit auch für die wieder großzügige finanzielle Unterstützung durch unseren Förderverein, der die gesamten Führungskosten in der Synagoge und in der Ausstellung übernahm.

Michael Kott